Was Disponenten und Fahrer entlastet

Pressemitteilung

Die Ger­des + Land­wehr Unter­neh­mens­grup­pe setzt bereits seit 2006 in ihrem Fuhr­park die Tele­ma­tik­lö­sung WEBFLEET von Tom­Tom Tele­ma­tics ein. Im Zusam­men­spiel mit dem Trans­port­leit­stand OPHEO der Ham­bur­ger ini­ti­ons AG dis­po­niert das Unter­neh­men nun seit Febru­ar 2018 auf einem neu­en Level inner­halb der Bran­che – voll­au­to­ma­ti­sche Tou­ren­pla­nung, digi­ta­ler Tacho­graf und Fore­cas­ting-Funk­ti­on machen es mög­lich.

 Zum Kun­den­kreis von Ger­des + Land­wehr zäh­len im Logis­tik- und Bau­stoff­be­reich typi­scher­wei­se Bau­stoff­pro­du­zen­ten. „Wir sind spe­zia­li­siert auf staub­för­mi­ge Pro­duk­te – also auf alles, was am Bau an zement­ge­bun­de­nen oder kalk­ge­bun­de­nen Pro­duk­ten bis hin zum Flie­sen­kle­ber benö­tigt wird“, umreißt John-Hen­rik Land­wehr, Geschäfts­füh­rer des Unter­neh­mens, das Tätig­keits­feld. Gear­bei­tet wird in Deutsch­land und den Bene­lux-Län­dern von Sulin­gen und Beckum aus. Rund 200 Mit­ar­bei­ter sind in die­sem Unter­neh­mens­be­reich tätig.

 

Ver­füg­ba­re Pro­gram­me kei­ne Hil­fe für Dis­po­nen­ten

Mit der Ent­schei­dung für WEBFLEET setz­te Ger­des + Land­wehr schon früh­zei­tig auf die Vor­tei­le einer Tele­ma­tik­lö­sung. Ins­ge­samt hun­dert Fahr­zeu­ge – fast aus­schließ­lich Silo-Fahr­zeu­ge und eini­ge weni­ge Kip­per – sind mit Tom­Tom PRO Ter­mi­nals und LINK-Boxen aus­ge­stat­tet. „In unse­rem Geschäft geht es neben dem rei­nen Trans­port immer auch um Infor­ma­tio­nen. Wo sind mei­ne Fahr­zeu­ge? Wie bewe­gen sie sich? Das ist immens wich­tig“, so Geschäfts­füh­rer John-Hen­rik Land­wehr. Doch der Unter­neh­mer woll­te noch mehr: Bereits 2008 mach­te Ger­des + Land­wehr ers­te inter­ne Stu­di­en zum The­ma Dis­po­si­ti­ons­un­ter­stüt­zung. Die damals ver­füg­ba­ren Pro­gram­me konn­ten zwar eine beacht­li­che Rechen­leis­tung vor­wei­sen, aber den Dis­po­nen­ten nicht hel­fen. Es fehl­te schlicht an den nöti­gen Infor­ma­tio­nen. „Ganz wesent­lich war, dass Lenk‑, Ruhe und Arbeits­zei­ten nur im ana­lo­gen Tacho­graf vor­la­gen. Die­se Daten waren im Fahr­zeug, aber nir­gend­wo anders. Die konn­te die Tele­ma­tik nicht nut­zen“, erin­nert sich Land­wehr. Erst als mit der zuneh­men­den Digi­ta­li­sie­rung über Remo­te-Down­load-Tools Lenk‑, Ruhe- und Arbeits­zei­ten in Echt­zeit an jedem Ort zur Ver­fü­gung stan­den, lohn­te sich für Land­wehr eine erneu­te Recher­che. Ent­spre­chend begann das Unter­neh­men 2017, den Markt erneut zu son­die­ren und ver­schie­de­ne Optio­nen zu prü­fen.

 

Dis­po­si­ti­on im Silo-Bereich noch fast über­all wie vor 30 Jah­ren

Ziel war es, eine drin­gend not­wen­di­ge Unter­stüt­zung im Bereich der Dis­po­si­ti­on zu lie­fern. Land­wehr schätzt ein, dass die Dis­po­si­ti­on im Silo-Bereich noch fast über­all wie vor 30 Jah­ren statt­fin­det. Dadurch hinkt sie den heu­ti­gen tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten weit hin­ter­her. „Algo­rith­men, die eben auch alle gesetz­li­chen Lenk- und Ruhe­zeit­the­ma­ti­ken für die Zukunft abar­bei­ten, waren lan­ge nicht ver­füg­bar. Wir woll­ten aber den Dis­po­nen­ten von der hand­werk­li­chen Kopf­rech­ne­rei ent­las­ten und ihm ein Hilfs­tool geben.“ Bei sech­zig Fahr­zeu­gen am Tag ist ein Mit­ar­bei­ter nicht mehr in der Lage, tau­sen­de Vari­an­ten im Kopf zu pla­nen, zu berech­nen und zu prü­fen – jeweils mit exak­ten Kilo­me­tern und Lenk- und Ruhe­zei­ten. Dar­über­hin­aus­ge­hend lag das Augen­merk von Ger­des + Land­wehr dar­auf, in der Dis­po­si­ti­on schlum­mern­de Poten­zia­le zu ent­de­cken und zu heben. „Wenn sie eine gro­ße Berech­nung im Kopf durch­füh­ren, sind sie immer lang­sa­mer. Und je kom­ple­xer das The­ma ist, auch unef­fek­ti­ver.“ Das bedeu­tet, Opti­mie­rungs­mög­lich­kei­ten gehen am Ende ver­lo­ren oder der Dis­po­nent ent­schei­det auf­grund von hohem Zeit­druck falsch. Knap­pe Lenk­zei­ten lie­ßen sich bes­ser ver­mei­den.

 

Die Auto­ma­ti­sie­rung der Dis­po­si­ti­on

Im Febru­ar 2017 gab es dann die ers­te Kon­takt­auf­nah­me mit ini­ti­ons. Nach einer Vor­stel­lung des Trans­port­leit­stands OPHEO fiel die Ent­schei­dung bei Ger­des + Land­wehr sehr schnell, so dass im Herbst 2017 das Ein­füh­rungs­pro­jekt begon­nen wer­den konn­te. Für ini­ti­ons und OPHEO sprach die hohe Kom­pe­tenz im Bereich der voll­au­to­ma­ti­sier­ten Dis­po­si­ti­ons­un­ter­stüt­zung und die Anbin­dung an WEBFLEET. Neben dem OPHEO Dis­po-Cock­pit und OPHEO Mobi­le, der auf den Dri­ver Ter­mi­nals von Tom­Tom instal­lier­ten Lie­fer-App, nutzt Ger­des + Land­wehr heu­te drei OPHEO+ Diens­te, die für die Auto­ma­ti­sie­rung der Dis­po­si­ti­on von zen­tra­ler Bedeu­tung sind: „Da ist zunächst ein­mal der ixOp­ti­mi­zer, der für die auto­ma­ti­sche Tou­ren­pla­nung ein­ge­setzt wird“, erläu­tert Dr. Ste­fan Anschütz, Vor­stands­mit­glied und Grün­der der ini­ti­ons AG. „Hin­zu kom­men Echt­zeit-Tacho­da­ten, die wir im Zusam­men­spiel mit WEBFLEET ein­set­zen, um die Daten aus den digi­ta­len Tacho­gra­fen für OPHEO und damit für die Dis­po­si­ti­on nut­zen zu kön­nen. Und schließ­lich die Fore­cas­ting-Funk­ti­on, mit der Ger­des + Land­wehr – auch basie­rend auf den WEB­FLEET-Daten – vor­aus­schau­end pla­nen kann.“ So ermit­telt OPHEO die Sta­tus­si­tua­ti­on der Fah­rer für die nächs­ten Stun­den und kann unter ande­rem prü­fen, ob die Lenk­zeit des Fah­rers für die geplan­te Tour noch aus­reicht.

 

60.000 Tou­ren­plä­ne pro Minu­te

Im Tages­ge­schäft ist OPHEO in der Lage, minüt­lich eine kom­plet­te Dis­po­si­ti­on durch­zu­pla­nen und zu kal­ku­lie­ren. „Das heißt, wenn ich das sech­zig Sekun­den lau­fen las­se, errech­nen die Algo­rith­men sech­zig­tau­send Dis­po­si­ti­ons­plä­ne, die sich einem Opti­mum annä­hern“, schätzt Land­wehr ein. Damit lässt sich über den gesam­ten Tages­ver­lauf prü­fen, wie der Aus­las­tungs­grad aller Fahr­zeu­ge ist. Rele­vant ist das ins­be­son­de­re, weil Kun­den im Bau­stoff­be­reich heu­te zu acht­zig Pro­zent für mor­gen bestel­len. Ent­spre­chend muss Ger­des + Land­wehr mit einer rela­tiv vola­ti­len und damit unste­ti­gen Auf­trags­mas­se umge­hen – jeden Tag aufs Neue.

 

Opti­mier­te Tou­ren­pla­nung auf Knopf­druck

Die Trans­port­auf­trä­ge wer­den bei Ger­des + Land­wehr zunächst im ERP-Sys­tem Navi­si­on von Micro­soft (Micro­soft Dyna­mics NAV) ver­ar­bei­tet. Über die offe­ne Navi­si­on-Schnitt­stel­le greift OPHEO dar­auf zu und erfasst alle Auf­trä­ge. Die Dis­po­nen­ten pla­nen anschlie­ßend die ein­zel­nen Tou­ren über die Soft­ware. „An die­ser Stel­le kommt der ixOp­ti­mi­zer zum Ein­satz. Er erstellt auf Knopf­druck kom­plett auto­ma­tisch einen Tou­ren­vor­schlag – also wel­ches Fahr­zeug über­nimmt den Trans­port, in wel­cher Rei­hen­fol­ge etc.“, erklärt Dr. Anschütz von der ini­ti­ons AG das Grund­prin­zip. Vor Ein­füh­rung von OPHEO muss­ten die Dis­po­nen­ten zeit­rau­bend alle mög­li­chen und unmög­li­chen Optio­nen im Kopf durch­spie­len. Das geht jetzt schnel­ler und bringt Pro­duk­ti­vi­täts­vor­tei­le.

Wenn die Tou­ren­pla­nung abge­schlos­sen ist, gehen die Daten digi­tal von OPHEO über das Mobil­funk­netz an die OPHEO MOBILE App auf den Tom­Tom Dri­ver Ter­mi­nals in den Fahr­zeu­gen. Wenn ein Fah­rer sei­ne Tour beginnt, kann er dar­über den Auf­trag durch­füh­ren und die Adress­da­ten des nächs­ten Stopps jeweils mit einem Fin­ger­tip aus der Mobi­le App von OPHEO in die Tom­Tom Navi­ga­ti­on über­neh­men. Wäh­rend er das tut, sam­melt WEBFLEET im Hin­ter­grund die Infor­ma­tio­nen zum Fahr­zeug, des­sen Posi­ti­on und zum Sta­tus des digi­ta­len Tacho­gra­fen im Silo-Fahr­zeug. Die­ses gesam­mel­te Wis­sen gibt WEBFLEET an OPHEO zurück.

 

Lenk­zeit-Eng­päs­se der nächs­ten Stun­den

Der Dis­po­nent kann in OPHEO nicht nur sehen, wie viel Rest­lenk­zeit der Fah­rer zum aktu­el­len Zeit­punkt noch hat. OPHEO prüft für ihn auch par­al­lel, ob die Pla­nung wei­ter­hin Bestand hat und weist ihn aktiv auf mög­li­che Lenk­zeit-Eng­päs­se in den nächs­ten Stun­den hin. Kopf­rech­nen ist nicht mehr nötig. Dar­über hin­aus warnt und infor­miert OPHEO über sich anbah­nen­de Ver­zö­ge­run­gen und ver­spä­te­te Aus­lie­fe­run­gen. So kann der Dis­po­nent den Kun­den infor­mie­ren oder – wenn noch mög­lich – eine Umpla­nung vor­neh­men und ein ande­res Fahr­zeug pünkt­lich zum Kun­den schi­cken. „OPHEO rei­chert die ursprüng­li­che Pla­nung per­ma­nent mit den Ist-Daten aus WEBFLEET an und gibt dem Dis­po­nen­ten damit wich­ti­ge Ent­schei­dungs­hil­fen“, fasst Dr. Anschütz zusam­men.

 

Digi­ta­le Lie­fer­schei­ne und Begleit­pa­pie­re ent­las­ten Fah­rer

Der Fah­rer wird zudem bei sei­ner täg­li­chen Arbeit spür­bar ent­las­tet, da der gesam­te Pro­zess digi­tal abläuft. Nur weni­ge Sta­tus­mel­dun­gen muss er in der OPHEO MOBILE App noch bestä­ti­gen. Pri­mär geht es dar­um, ob er an der Ent­la­de­stel­le bereits ent­la­den kann oder noch war­ten muss. Alle wei­te­ren Sta­tus­än­de­run­gen wer­den auto­ma­tisch über das soge­nann­te Geo-Fen­cing erkannt. Für eine Über­gangs­zeit lässt Ger­des + Land­wehr alle Begleit­pa­pie­re und Lie­fer­schei­ne noch par­al­lel mit­lau­fen. „Das machen wir auch noch eine Wei­le, weil es in Deutsch­land ein not­wen­di­ges Begleit­pa­pier für den Trans­port ist“, so Land­wehr. Wenn die Trans­port­un­ter­la­gen über­all voll­stän­dig elek­tro­nisch akzep­tiert sind, unter­schreibt der Kun­de auf dem Tom­Tom PRO Dri­ver Ter­mi­nal, so wie man das vom Paket­bo­ten kennt. Die Unter­schrift ist dann digi­tal auf dem Lie­fer­schein hin­ter­legt, die­ser kann ver­sen­det und archi­viert wer­den.

 

„Was Men­schen ent­las­tet und deren Arbeits­plät­ze inter­es­san­ter macht, soll­te man ernst­haft in Angriff neh­men. WEBFLEET und OPHEO errei­chen bei­des“ zieht John-Hen­rik Land­wehr erfolg­reich Bilanz.

Schau­en Sie sich hier den Film zum Anwen­der­be­richt an.

 

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