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TRANSPORTMANAGEMENT

3 Faktoren, die Sie beachten sollten, um Ihre Fuhrparkkosten in den Griff zu bekommen

Lese­zeit: 4 min

Gastbeitrag von Wolfgang Schmid, Sales Director D/A/CH, Webfleet Solutions

Die Mini­mie­rung von Betriebs­kos­ten ist für alle Unter­neh­men, die Last­kraft­wa­gen für den Trans­port von Waren nut­zen, mit das ent­schei­den­de Kri­te­ri­um für einen kauf­män­ni­schen Erfolg in der Logis­tik. Doch nicht jeder Trans­port­lo­gis­ti­ker weiß, wie man die­sen Kos­ten­fak­to­ren sinn­voll ent­ge­gen­tre­ten kann. In einer Umfra­ge, die wir als Web­fleet Solu­ti­ons vor kur­zem durch­ge­führt haben, gaben die befrag­ten Fuhr­park­ma­na­ger an, dass sie ins­be­son­de­re bei der Fra­ge der Redu­zie­rung von Kraft­stoff­kos­ten auf unter­stüt­zen­de Exper­ti­se und Daten ange­wie­sen sind.1 Aber auch stei­gen­de Repa­ra­­tur- und War­tungs­kos­ten kön­nen das Betriebs­er­geb­nis und die Ren­ta­bi­li­tät nega­tiv beein­flus­sen. Die fol­gen­den Fak­to­ren soll­ten Sie daher immer im Blick behal­ten, damit Ihre Trans­port­lo­gis­tik kos­ten­ef­fi­zi­en­ter wird und erfolg­reich bleibt.

Kraftstoffverbrauch und Fahrverhalten optimieren

Die Kraft­stoff­kos­ten so gering wie mög­lich zu hal­ten, ist ein ele­men­ta­rer Bestand­teil zur Opti­mie­rung der Fuhr­park­kos­ten. Doch wie kann ich als Fuhr­park­ma­na­ger die­se Daten erfas­sen und moni­to­ren? Manu­ell las­sen sich Ver­bräu­che und Kos­ten zwar durch­aus erhe­ben, der Zeit­auf­wand ist aller­dings immens. Mit einer Fuhr­­par­k­­ma­­na­ge­­ment-Sof­t­­wa­re lässt sich der Kraft­stoff­ver­brauch dage­gen digi­tal und in Echt­zeit ein­se­hen und ana­ly­sie­ren und man erkennt dabei rele­van­te Mus­ter. Aber wel­che (rich­ti­gen) Schlüs­se kann man aus der Ana­ly­se zie­hen?

Aus phy­si­ka­li­scher Sicht ist die Wahl der – für den jewei­li­gen Ein­satz­zweck – kor­rek­ten Rei­fen einer der Schlüs­sel­fak­to­ren. Die Ver­rin­ge­rung des Roll­wi­der­stands trägt maß­geb­lich zu einem opti­mier­ten Kraft­stoff­ver­brauch bei. Stu­di­en zufol­ge nimmt der Rei­fen­roll­wi­der­stand bei Nutz­fahr­zeu­gen einen beson­ders hohen Stel­len­wert ein. Er kann 30 bis 50 Pro­zent vom Kraft­stoff­ver­brauch aus­ma­chen – in Abhän­gig­keit von Fah­rer und Stre­cken­to­po­lo­gie.2 Daher gilt: Roll­wi­der­stands­op­ti­mier­te Rei­fen kön­nen die Basis für eine nach­hal­ti­ge Redu­zie­rung des Kraft­stoff­ver­brauchs sein. Vor­aus­set­zung hier­für ist, dass deren Luft­druck stimmt und mög­lichst auto­ma­ti­siert über­wacht wird.

Auch eine Ände­rung des Fahr­ver­hal­tens hat unmit­tel­ba­re Aus­wir­kun­gen auf die Höhe des Kraft­stoff­ver­brauchs. Um die­se Ände­run­gen in der Pra­xis umzu­set­zen, bedarf es eines geziel­ten Fah­­rer-Trai­­nings, in dem die Aus­wir­kun­gen von unwirt­schaft­li­chen Hand­lun­gen wie unnö­ti­gem Beschleu­ni­gen, Leer­lauf­zei­ten oder zu schar­fem Brem­sen indi­vi­du­ell auf­ge­zeigt wer­den kön­nen.

Dies kann durch eine intel­li­gen­te Soft­ware­lö­sung im Lkw-Cock­­pit, die das Fahr­ver­hal­ten in Echt­zeit ana­ly­siert und direk­te Rück­mel­dun­gen gibt, auch ohne den erho­be­nen Zei­ge­fin­ger des Fuhr­park­lei­ters erfol­gen. Mit Warn­mel­dun­gen an den Fah­rer infor­miert das Sys­tem und kann somit „kor­ri­gie­rend“ unter­stüt­zen. So wird das Fahr­ver­hal­ten und die Kraft­stoff­ef­fi­zi­enz fort­lau­fend und nach­hal­tig erhöht.

Bild: iStock (Sme­der­e­vac)

Intelligentes Routing mit aktuellen Verkehrsinformationen nutzen

Trotz Coro­­na-Pan­­de­­mie und einer weit­ge­hend ein­ge­schränk­ten Mobi­li­tät der Bevöl­ke­rung sind vom ADAC im Jahr 2020 ins­ge­samt 513.500 Staus mit einer Gesamt­län­ge von 679.000 Kilo­me­tern regis­triert wor­den. Die Fol­ge: 256.000 Stun­den Ver­zö­ge­rung, sprich: mehr als 29 Jah­re. Im letz­ten Quar­tal stieg das Ver­kehrs­auf­kom­men im Ver­gleich zu 2019 sogar wie­der an, trotz Lock­down.3

Daher gilt für alle trans­por­tie­ren­den Unter­neh­men umso mehr die Not­wen­dig­keit, sich bei der Pla­nung und Durch­füh­rung auf die aktu­el­len Ver­kehrs­be­din­gun­gen ein­zu­stel­len sowie schnell und smart Rou­ten­än­de­run­gen vor­zu­neh­men. Denn Zeit im Stau zu ver­brin­gen, sorgt nicht nur für Ver­spä­tun­gen und bringt Tou­ren­plä­ne durch­ein­an­der. Stress und Hek­tik beim Fahrer*in und in der Dis­po­si­ti­on sowie unzu­frie­de­ne Kun­den sind die Fol­ge. Spe­zia­li­sier­te (Truck-)Navigationssoftware hilft dabei, opti­ma­le Rou­ten für alle Fahr­zeu­ge zu fin­den. Dabei kön­nen neben den Live-Ver­­­kehrs­in­­for­­ma­­ti­o­­nen auch wei­te­re Kri­te­ri­en berück­sich­tigt wer­den, wie bei­spiels­wei­se Höhe und Gewicht eines Fahr­zeugs. Dies spart nicht nur wert­vol­le Zeit, son­dern auch bares Geld.

Instandsetzungs- und Wartungskosten minimieren

Dar­über hin­aus sind die War­tungs­kos­ten der eige­nen Lkw-Flo­t­­te ein ent­schei­den­der Ein­fluss­fak­tor für die Betriebs­kos­ten. Das liegt dar­an, dass sich auf­grund der höhe­ren Kom­ple­xi­tät heu­ti­ger Last­kraft­wa­gen auch deren War­tung deut­lich inten­si­ver gestal­tet. Und inten­siv bedeu­tet in die­sem Fall auch teu­rer. Wie also kann man die Lebens­dau­er und Zuver­läs­sig­keit von Lkw erhö­hen, ohne die Kos­ten dafür ins Uner­mess­li­che stei­gen zu las­sen?

Durch ein­heit­li­che, regel­mä­ßi­ge War­tungs­in­ter­val­le und sys­tem­ge­stütz­te Warn­mel­dun­gen ver­rin­gern Sie nach­hal­tig das Risi­ko von län­ge­ren, kost­spie­li­ge­ren Aus­fäl­len.

Eine effek­ti­ve Pla­nung der Fahr­­zeug- und Rei­fen­kon­trol­len hilft dabei, mög­li­che Schä­den oder Män­gel früh­zei­tig zu erken­nen. Oft­mals wer­den Warn­si­gna­le zu lan­ge igno­riert, Schä­den zu spät erkannt/gemeldet und damit das Risi­ko von noch kos­ten­in­ten­si­ve­ren Fol­ge­schä­den oder Aus­fäl­len in Kauf genom­men. Durch ein­heit­li­che, regel­mä­ßi­ge War­tungs­in­ter­val­le und sys­tem­ge­stütz­te Warn­mel­dun­gen ver­rin­gern Sie nach­hal­tig das Risi­ko von län­ge­ren, kost­spie­li­ge­ren Aus­fäl­len.

Aber nicht nur das Fuhr­park­ma­nage­ment, son­dern auch die Fahrer*innen kön­nen mit ent­spre­chen­dem Fahr­ver­hal­ten dazu bei­tra­gen, beson­ders anfäl­li­ge und schnell ver­schlei­ßen­de Fahr­zeug­kom­po­nen­ten zu scho­nen. Eine vor­aus­schau­en­de Fahr­wei­se bedeu­tet nicht zuletzt unnö­ti­ge Beschleu­ni­gungs­pha­sen und star­ke Brems­vor­gän­ge zu ver­mei­den.

Wei­te­re wert­vol­le Tipps, wie Sie Ihre Fuhr­park­kos­ten in den Griff bekom­men, erhal­ten Sie in unse­rem kos­ten­lo­sen Leit­fa­den.

[1] Web­fleet Solu­ti­ons, Brid­ge­stone: Kos­ten­sen­kung für den Fuhr­park, eBook, 2020

[2] https://www.springerprofessional.de/fahrwerk/nutzfahrzeuge/mit-rollwiderstandsoptimierten-lkw-reifen-kraftstoff-sparen/6560680

[3] ADAC Stau­bi­lanz, 11.02.2021, https://www.adac.de/verkehr/verkehrsinformationen/staubilanz/

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Wolfgang Schmid
Autor:
Wolf­gang Schmid
Wolf­gang Schmid ist seit Juli 2016 Sales Direc­tor von Web­fleet Solu­ti­ons, vor­mals Tom­Tom Tele­ma­tics Sales B.V., für Deutsch­land, Öster­reich und die Schweiz. Bereits Anfang 2016 hat­te er die Auf­ga­ben des Sales Direc­tor zusätz­lich zur Posi­ti­on des Coun­try Sales Mana­ger mit Ver­ant­wor­tung für den Bereich Resel­ler in Deutsch­land über­nom­men. Wolf­gang Schmid star­te­te im Unter­neh­men Anfang 2015 als Account Mana­ger B2B mit Ver­ant­wor­tung für Resel­ler und (Software-)partner in Bay­ern. Erfah­rung mit Euro­pas füh­ren­dem Tele­ma­tik­an­bie­ter sam­mel­te der gelern­te Betriebs­wirt schon wäh­rend sei­ner Zeit als Geschäfts­füh­rer der logis­tik kon­zep­te soft­ware GmbH (2001 bis 2014) gesam­melt: Das Unter­neh­men arbei­tet als Pre­mier Sys­tem Inte­gra­tor eng mit der dama­li­gen Tom­Tom Tele­ma­tics zusam­men. Sein fun­dier­tes Fach­wis­sen über Tele­ma­tik-Soft­ware und angren­zen­de Anwen­dun­gen erwarb Wolf­gang Schmid im Lauf von über 20 Jah­ren in der Soft­ware-Indus­trie, unter ande­rem als Lei­ter von Pro­jek­ten bei Logis­tik-Dienst­leis­tern.

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