ROAD initions AG

Forschungsprojekt ROAD: OPHEO soll autonom disponieren

News, Pressemitteilung

Die ini­ti­ons AG hat jetzt unter dem Namen ROAD ein For­schungs­pro­jekt initi­iert, in des­sen Rah­men das Trans­port­ma­nage­ment­sys­tem OPHEO zu einem auto­no­men selbst­dis­po­nie­ren­den Sys­tem wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den soll. Ziel ist, dass die Soft­ware den Tou­ren­plan anhand der ein­ge­hen­den Tele­ma­tik­mel­dun­gen und Auf­trags­än­de­run­gen auto­ma­tisch anpasst und der Dis­po­nent nur noch in Aus­nah­me­fäl­len ein­greift. ROAD steht für “Rol­lie­ren­de auto­ma­ti­sche Lkw-Dis­po­si­ti­on mit vor­aus­schau­en­dem Stö­rungs­ma­nage­ment” und wird gemein­sam mit dem Insti­tut für Wirt­schafts­in­for­ma­tik der Uni­ver­si­tät Ham­burg durch­ge­führt. Meta­he­u­ris­ti­sche Opti­mie­rungs­ver­fah­ren spie­len bei ROAD eine Schlüs­sel­rol­le. Finan­zi­ell geför­dert wird das bis zum Jahr 2018 lau­fen­de Pro­jekt durch die Ham­bur­gi­sche Inves­ti­ti­ons- und För­der­bank.

Bis­lang sind Lkw-Dis­po­nen­ten beim Ein­schät­zen von Stö­run­gen und deren Aus­wir­kun­gen auf die Tou­ren­pla­nung auf sich gestellt. Sie müs­sen oft auf Basis unzu­rei­chen­der Infor­ma­tio­nen ent­schei­den, ob und wann ein manu­el­les Umpla­nen erfor­der­lich ist. Ange­sichts des hek­ti­schen Tages­ge­schäfts und des hohen Zeit­auf­wands wer­den Plan­än­de­run­gen jedoch meist zu spät oder gar nicht vor­ge­nom­men. Ver­spä­tun­gen, Lenk­zeit­über­schrei­tun­gen und Son­der­fahr­ten sind die Fol­gen, die durch ein gutes und früh­zei­ti­ges Umpla­nen ver­mie­den wer­den könn­ten.

Genau hier setzt das For­schungs­pro­jekt ROAD an: Künf­tig soll OPHEO Stö­run­gen wie Staus oder Ver­zö­ge­run­gen bei der Abfer­ti­gung auto­ma­tisch erfas­sen und deren Aus­wir­kun­gen auf den wei­te­ren Tages­ver­lauf bewer­ten. Als Daten­lie­fe­ran­ten fun­gie­ren die in den Lkw instal­lier­ten Tele­ma­tik­ge­rä­te. Wenn OPHEO die Aus­wir­kun­gen als kri­tisch ein­stuft, wer­den die betrof­fe­nen Tou­ren mit Hil­fe eines meta­he­u­ris­ti­schen Opti­mie­rungs­ver­fah­rens auto­ma­tisch umge­plant. Ein Ein­grei­fen des Dis­po­nen­ten ist dann nicht mehr erfor­der­lich. Damit die­se kurz­fris­ti­ge rol­lie­ren­de Pla­nung funk­tio­niert, wird im Rah­men von ROAD ein neu­er Opti­mie­rungs­al­go­rith­mus ent­wi­ckelt, der für kur­ze Rechen­zei­ten sor­gen soll.

“Das voll­au­to­ma­ti­sche Inter­agie­ren und Ent­schei­den des Gesamt­sys­tems aus Tou­ren­pla­nungs­soft­ware und Tele­ma­tik treibt das The­ma Logis­tik 4.0 noch ein­mal einen wei­te­ren Schritt vor­an”, betont der Vor­stands­vor­sit­zen­de der ini­ti­ons AG Dr. Ste­fan Anschütz. ROAD wer­de die Qua­li­tät der Tou­ren­pla­nung erheb­lich stei­gern, wäh­rend Ver­spä­tun­gen und gefah­re­ne Kilo­me­ter mini­miert wer­den. Mit den gefah­re­nen Kilo­me­tern wür­den “natür­lich auch der Die­sel­ver­brauch, die CO2-Emis­sio­nen und das Ver­kehrs­auf­kom­men sin­ken”, so Anschütz.

Der Ein­satz meta­he­u­ris­ti­scher Opti­mie­rungs­ver­fah­ren zur Lösung logis­ti­scher Pla­nungs­pro­ble­me war Schwer­punkt der wis­sen­schaft­li­chen Arbeit von ROAD-Pro­jekt­lei­ter Dr. Sebas­ti­an Fried­rich, der bei der ini­ti­ons AG den Bereich Mathe­ma­ti­sche Opti­mie­rung lei­tet. Das Insti­tut für Wirt­schafts­in­for­ma­tik der Uni­ver­si­tät Ham­burg wird in das Pro­jekt sein Know-how aus zahl­rei­chen ande­ren For­schungs­pro­jek­ten zur Tou­ren­pla­nung ein­brin­gen.

OPHEO kann dank sei­ner Fore­cas­ting-Funk­ti­on bereits heu­te Tele­ma­tik-Infor­ma­tio­nen über Stö­run­gen des Tour­ab­laufs in Echt­zeit ver­ar­bei­ten und dem Dis­po­nen­ten bereit­stel­len. Gegen­wär­tig lie­fert OPHEO aber noch nicht auto­ma­tisch eine Lösung des aus der Stö­rung resul­tie­ren­den Pro­blems. Genau das soll mit ROAD geän­dert wer­den. Das neue Modul nimmt dafür lau­fend eine Bewer­tung vor, ob die ein­ge­gan­ge­nen Stö­run­gen eine Umpla­nung erfor­dern oder nicht.

OPHEO ist ein Trans­port­ma­nage­ment- und Tele­ma­tik­sys­tem für Tou­ren­pla­nung, gra­fi­sche Dis­po­si­ti­on, Steue­rung und Abrech­nung. Mit der von ini­ti­ons ent­wi­ckel­ten Smart Plan­ning Tech­no­lo­gie unter­stützt OPHEO die Dis­po­nen­ten durch auto­ma­ti­sier­te Tou­ren­vor­schlä­ge und lie­fert bereits wäh­rend der Dis­po­si­ti­on Kenn­zah­len für den aktu­el­len Plan wie zum Bei­spiel die Lkw-Aus­las­tung oder den tou­ren­spe­zi­fi­schen Ertrag.

 

Hin­ter­grund: Uni­ver­si­tät Ham­burg:

Das Insti­tut für Wirt­schafts­in­for­ma­tik (IWI) der Uni­ver­si­tät Ham­burg ent­wi­ckelt seit über 20 Jah­ren Algo­rith­men für betriebs­wirt­schaft­li­che Pla­nungs­pro­ble­me. Die Ent­wick­lung neu­er anwen­dungs­ori­en­tier­ter und inter­dis­zi­pli­nä­rer For­schungs­fel­der wie Com­pu­ta­tio­nal Logistics oder Matheu­ris­ti­ken ste­hen im Vor­der­grund der For­schung. Die­se wird flan­kiert durch viel­fäl­ti­ge Aktio­nen wie das Orga­ni­sie­ren von Tagun­gen. So fand im Juni 2014 der “9th Inter­na­tio­nal Work­shop on Hybrid Meta­he­u­ris­tics” und der “5th inter­na­tio­nal Work­shop on Model-Based Meta­he­u­ris­tics: Matheu­ris­tics 2014” statt. Geschäfts­füh­ren­der Direk­tor des Insti­tuts für Wirt­schafts­in­for­ma­tik ist Prof. Dr. Ste­fan Voß.

 

Abdruck hono­rar­frei – Beleg­ex­em­plar erbe­ten

Menü