PRESSEMITTEILUNG

17.01.2012

Ganz nah am Optimum

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Im Rahmen eines Forschungsprojekts des Bundeswirtschaftsministeriums hat die initions AG das Transportmanagementsystem OPHEO TRANSPORT um eine Echtzeitplanung erweitert. Als erster Kunde und Projektpartner reduziert die fht Flüssiggas Handel und Transport GmbH & Co. KG damit die gefahrenen Kilometer erheblich.

Gut war sie schon vorher: Die Planungsfunktion, auf dem die täglichen Touren des Flüssiggas-Logistikers fht basieren, führte schon nach der Einführung im Jahr 2006 zu deutlichen Einsparungen. Damals hatte sich fht für das Transportmanagementsystem der initions AG entschieden und damit ein paar frühere Insellösungen ersetzt. Die Software mit dem Namen „OPHEO TRANSPORT“ bewährt sich seitdem an insgesamt 20 Arbeitsplätzen.

214 Tankzüge
OPHEO übernimmt bei fht das Auftrags- und Ressourcenmanagement, die Disposition der bis zu 2.500 täglichen Aufträge sowie die Routenplanung für die 214 Tanklastzüge. Das kleinste Fahrzeug fasst 8.000 Liter Flüssiggas und kommt vorwiegend im ländlichen Raum und schwer zugänglichen Behälterstandorten zum Einsatz. Von mittlerer Kapazität sind Zwei-Achser mit 12.000 bis 14.000 Litern. Die größten Tankzüge im Fuhrpark verfügen über ein Volumen von 37.000 Litern. Die Lösung erfasst sämtliche Parameter des Logistikprozesses und bildet die Arbeitsprozesse vollständig ab. „Das Transportmanagementsystem brachte der fht eine Prozessoptimierung, größere Flexibilität und weiter verbesserte Servicequalität“, erinnert sich Willy Ridder, der das Software-Projekt seitens fht leitete.

Im Zuge der Einführung wurden die Adressen der 135.000 Kunden beziehungsweise die Standorte der Flüssiggasbehälter geocodiert und liegen dem System als Stammdaten zugrunde. Ebenfalls erfasst und in einer digitalen Karte dargestellt wurden die so genannten Ladebasen, die bundesweit verteilt sind und von denen aus die mit Flüssiggas betankten Fahrzeuge in Richtung Kunden starten. Eine Schnittstelle zum fht-Warenwirtschaftssystem und ein Prognosemodul zum Berechnen der Füllstände bei den Verbrauchern runden die Lösung ab.

Der Disponent als Controller
Da OPHEO TRANSPORT eine Vielzahl von Planungsrestriktionen, wie geforderte Fahrzeugeigenschaften, Auftragsprioritäten und Öffnungszeiten, berücksichtigt, nimmt die eingebaute Planungslogik dem Disponenten bei der Tourenplanung viel Arbeit ab. „So bleibt für unsere acht Disponenten mehr Zeit für wichtige Controllingaufgaben und die Pflege der Parameter, auf denen die Planungsunterstützung in OPHEO basiert.“, stellt Ridder fest.

Das Optimieren dieser Planungsfunktion mit dem Ziel einer „Echtzeitplanung“ wurde knapp drei Jahre später zum Inhalt eines Forschungsprojektes des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi). Durchgeführt hat es die initions AG gemeinsam mit der fht und dem Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI). Das Projekt lief von Ende 2008 bis Februar 2011 und war Teil des Forschungsprogramms „Intelligente Logistik“ des BMWi. Seit März 2011 gehört die neu entwickelte Echtzeitplanungsfunktion zum Standardumfang von OPHEO TRANSPORT.

Um 9,8 Prozent besser
Voraussetzung für eine Echtzeitplanung war die Anbindung von OPHEO an die in den fht-Fahrzeugen verbauten Telematikendgeräte. Von dort erhält das Transportmanagementsystem aktuelle Daten zu den Fahrzeugpositionen und den Entlademengen, die im Flüssiggasgeschäft erst zum Zeitpunkt der Entladung bekannt werden. Daraus resultierende Erkenntnisse fließen automatisch in die Echtzeit-Aktualisierung von OPHEO TRANSPORT ein. Die dort eingebauten Propagationsalgorithmen können die Auswirkungen von Mehr- oder Mindermengen bei der Entladung sowie von Staus und Verzögerungen im Ablauf einer Tour vorausberechnen. Damit kann der Disponent sehr früh verbleibende Restmengen und drohende Terminverletzungen oder Lenkzeitüberschreitungen erkennen – und rechtzeitig darauf reagieren.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und erklärt das Engagement des BMWi für dieses Thema: Denn durch die neuen Echtzeitplanungsfunktionen konnte fht die Kennzahl „Kilometer pro transportierter Tonne“ und den damit verbundenen CO2-Ausstoß um weitere 9,8 Prozent senken. „OPHEO war vorher schon gut, aber jetzt ist es noch besser,“ so Ridder. Mittlerweile läge die Messlatte so hoch, dass weitere Verbesserungen kaum noch möglich seien. „Realistisch ist da nicht mehr viel zu machen – vielleicht noch weitere zwei Prozent in den nächsten Jahren“, bekennt Ridder.

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